Formfindung im mineralischen 3D-Druck

Formfindung im mineralischen 3D-Druck

Dieses Projekt beschäftigt sich mit den Möglichkeiten und Grenzen des mineralischen 3D-Drucks in Architektur und Produktdesign. Ziel war es herauszufinden, wie die große Gestaltungsfreiheit additiver Fertigung genutzt werden kann, um herkömmliche Herstellungsverfahren sinnvoll zu ergänzen. Dafür wurden zwei unterschiedliche Ansätze miteinander verglichen: die experimentelle Arbeit im Studio und die industrielle Produktion. Ergänzend wurden eigene Materialtests mit Clay-3D-Druck durchgeführt, um besser zu verstehen, wie sich Material, Druckprozess und Form gegenseitig beeinflussen. Dabei wurden typische Materialeigenschaften nicht als Nachteil gesehen, sondern bewusst in den Entwurfsprozess integriert.

Die gewonnenen Erkenntnisse wurden in zwei Prototypen umgesetzt: einem modularen Insektenhotel für Wildbienen sowie einer Serie parametrischer Deckenmodule. Beide Entwürfe zeigen, wie sich komplexe Geometrien und individuelle Formen mit mineralischem 3D-Druck effizient herstellen lassen.

Das Projekt macht deutlich, dass der mineralische 3D-Druck die klassische Massenproduktion nicht ersetzen soll. Seine Stärken liegen vielmehr dort, wo individuelle Gestaltung, komplexe Formen und ein ressourcenschonender Materialeinsatz gefragt sind. Besonders das Zusammenspiel von digitaler Fertigung und handwerklichem Wissen bietet großes Potenzial für zukünftige Anwendungen.



Florian Huber

Industrial Design
Universität für künstlerische und
industrielle Gestaltung Linz

 

Carina Vögele

Industrial Design
Universität für künstlerische und
industrielle Gestaltung Linz


Projektbetreuung:
Univ.-Prof. Mag.art. Mario Zeppetzauer
Univ.-Prof. Mag.art Elke Bachlmair

Unterstützt wurde das Projekt außerdem durch Baumit Wopfinger, B3DC, IAAC und CERALABS

Credits:
Florian Huber, Carina Vögele

LUWA

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