KUMO
Individuelle Mobilität ist ungerecht. Autos verursachen Lärm, Schadstoffe, benötigen viel Platz und haben einen hohen Ressourcenbedarf. Das macht krank und führt zu hohen Kosten, die von allen getragen werden. Fahrräder sind für vieles perfekt, aber oft nicht alltagstauglich. In meiner Arbeit habe ich, unabhängig von Gesetzen und bestehender Infrastruktur eine Lösung entwickelt, die das Potenzial von alternativer Mobilität aufzeigen soll.
“Kumo” ist ein Fahrzeug, primär für den individuellen Alltag entwickelt, das heißt anpassbar an die eigenen Mobilitätsbedürfnisse. Das Fahrzeug ist aufgebaut aus Fahrrad-Technik, also sehr leicht und zuverlässig. Es besitzt 4 Räder, welche durch elektrisch unterstütztes Treten angetrieben werden. Die Sitzposition kann von liegend bis sitzend individuell angepasst werden. 2 unterschiedliche Dachkonstruktionen ermöglichen die Nutzung der Grund-Karosserie für effizientere oder komfortablere Fortbewegung.
Das Thema Sicherheit wurde in der gesamten Projektphase mitgedacht. Der Rahmen in Form eines Exoskeletts bietet mehr Sicherheit ohne Mehrkosten und ohne Mehraufwand. Auch die Punkte "Sehen" und “Gesehen werden" waren stark im Fokus. Das zeigt sich in den großzügigen Lichstreifen vorne und hinten, sowie minimaler Sichteinschränkung nach vorne.
Bei Regen oder Schnee kann das Dach und die Seiten durch Kunststoff- oder Stoff-Elemente durch einen Reisverschluss geschlossen werden. Auch der Kofferraum kann komplett geschlossen werden oder für größere Lasten erweitert werden.
Matthias Stütz
Industrial Design
Universität für künstlerische und
industrielle Gestaltung Linz
Projektbetreuung:
Univ.-Prof. Mag. Mario Zeppetzauer
Univ.-Prof. Mag.art. Elke Bachlmair
Credits:
Matthias Sütz

