XiiMask

XiiMask

Die Berge bieten Freiheit und Naturerlebnis, aber sie bergen abseits der gesicherten Pisten auch eine allgegenwärtige Gefahr. Lawinen, insbesondere von Wintersportlern selbst ausgelöste Schneebrettlawinen, fordern jedes Jahr Opfer. Die größte Bedrohung bei einer vollständigen Verschüttung ist dabei das Ersticken. Ab einer Verschüttungsdauer von 35 Minuten sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit drastisch auf 30 Prozent ab, da der Sauerstoff knapp wird und die Atemwege oft durch Schnee blockiert sind. In meiner Arbeit habe ich eine Lösung entwickelt, die genau hier ansetzt und als "Ass im Ärmel" fungiert, wenn alle präventiven Maßnahmen versagen.

XiiMask ist ein Lawinenequipment, das primär entwickelt wurde, um den Erstickungstod von vollständig Verschütteten durch eine temporäre Sauerstoffversorgung zu verhindern. Die funktionale Maske wird während der Abfahrt im Gesicht getragen und schafft im Ernstfall eine fixierte Atemhöhle vor Mund und Nase. Das System wird mit einem bestehenden Lawinenairbag-Rucksack gekoppelt. Über einen Schlauch und ein Demand-Ventil kann die verschüttete Person die im Airbag gesammelte Umgebungsluft atmen. Da solche Airbags ein Volumen von mindestens 150 Litern aufweisen, wird ein Sauerstoffvorrat von bis zu 46 Minuten bereitgestellt – ein entscheidender Zeitgewinn für die Bergung. Durch das Abatmen der Luft aus dem Airbag entsteht zudem ein zusätzlicher rettender Freiraum unter den Schneemassen. Bei der Entwicklung des Konzepts flossen unter andrem auch Erkenntnisse aus einem Experteninterview mit Peter Paal ein.

Das Thema Tragekomfort und Funktionalität wurde in der gesamten Projektphase mitgedacht. Eine harte Außenschale schützt das Gesicht vor physischer Gewalteinwirkung der Lawine, während ein elastischer Maskenkörper aus Silikon sich ergonomisch anpasst und sicher abdichtet. Spezielle Luftzugänge mit einem integrierten Vorfilter erlauben bei sportlicher Aktivität eine uneingeschränkte, normale Atmung der Außenluft und verhindern gleichzeitig das Eindringen von Schnee oder Feuchtigkeit in die Maske.


Dominic Walser

Industrial Design
Universität für künstlerische und
industrielle Gestaltung Linz


Projektbetreuung:

Univ.-Prof. Mag. Mario Zeppetzauer
Univ.-Prof. Mag.art. Elke Bachlmair

Credits:
Dominic Walser

Orikasa 

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